Islandpferde

Das Fohlen war grau und hatte acht Beine und wurde Sleipnir benannt. Er war das beste Pferd unter den Göttern und den Menschen. Loki gab Odin das Fohlen. Odin reitet Sleipnir in der Schlacht bei Ragnarök.

(aus der Snorri-Edda;Die Mauern Asgards;Snorri Sturluson 1178-1241)

 

Das Islandpferd, auch Isländer oder Islandpony genannt, ist eine aus Island stammende, vielseitige und robuste Pferderasse,die dank ihres kräftigen Körperbaus auch von Erwachsenen geritten werden kann.

Islandpferde gehören zu den Gangpferden, da die meisten von ihnen nicht nur über die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp verfügen, sondern zusätzlich über die genetisch fixierten Gangarten Tölt und/oder Pass. Als „Islandpferd“ anerkannt werden nur reingezogene Tiere, deren  Vorfahren  in Island geboren worden sind. Dies ist sicher bekannt und es gibt dies besser in vielen Büchern zu lesen. Wir stellen hier unsere Pferde vor und erzählen etwas von ihnen und wie wir sie erleben.

Unser Ziel in der Haltung der Pferde wird bestimmt durch die Bedürfnisse der Tiere. Unsere Pferde sind Mitgeschöpfe (Bibel Sprüche Salomos 12 Vers 10: Der Gerechte weiß, was sein Vieh nötig hat…) und stehen unter dem Schutz des Grundgesetzes § Art.20a GG (Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.)

  

Der ursprüngliche Lebensraum der Pferde war die Steppe. Diese Tiere benötigen wesentlich stärkere Klimareize um gesund zu bleiben, als z.B. andere landwirtschaftliche Tiere, die einen stärker geschützten Lebensbereich benötigen. Das heißt, Sonnenbestrahlung, Windbelastung, Temperaturunterschiede und unterschiedliche Nahrungsangebote sind positiv zu bewerten. Das Nahrungsangebot bestand aus überständigem, rohfaserreichem Pflanzenmaterial. So können wir sehr gut beobachten, das die Tiere ganz bewusst einzelne Pflanzen heraussuchen und fressen und andere Pflanzen meiden. Wer hat nicht schon einmal einem Pferd über die weichen sensiblen Lippen gestreichelt, dabei die Tasthaare am Maul, die prustenden Nüstern wahrgenommen?

Wir haben beobachtet, dass die Pferde sehr gut in der Lage sind, sich ein ausgewogenes und differenziertes Futtermenue zusammen zu stellen, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. So können Pferde mit ihren exakt beißenden Zähnen Distelknospen unbeschadet vom Stiel ernten.Wir ermöglichen den Tieren durch eine extensive Beweidung und Landschaftspflege, durch geringen Tierbesatz eine nachhaltige gesunde Entwicklung.